Westernbedarf für Freizeit-Cowboys und Pferdeprofis
Die Westernreitweise erfreut sich wachsender Beliebtheit, besonders unter den Freizeitreitern. Der Grund liegt vor allem in der gegenüber dem klassischen Reitsport einfacheren Hilfengebung und der Assoziation mit Cowboyromantik. Westernbedarf ist natürlich auf diese Anforderungen speziell abgestimmt. Dies beginnt bei der Ausrüstung des Pferdes und endet bei Accessoires, Lehrvideos und Westernbedarf für den Stall.

Westernbedarf für das Pferd
Der typische Westernsattel hat eine große Auflagefläche, ein Horn und seitliche Fender (Lederteile, welche die Kleidung des Reiters vor Schweiß schützen). Besonders breite Steigbügel sorgen auch bei langen Ritten für entspannte Fußsohlen. Als Unterlage werden dicke Pads verwendet, oft mit Filz gefüllt und an der Unterseite mit Lammfell überzogen. Der Westernsattel ist sehr schwer - bis zu 20 kg sind normal - er liegt daher auch sehr ruhig am Pferd. Sie werden aber bemerken, dass das Satteln gleichzeitig ein tolles Workout für die Armmuskeln ist.
Das Westernzaumzeug kommt mit wenig "Leder" aus, Kopfstück-Stirnriemen-Kehlriemen sind für den Westernbedarf meist ausreichend. Sperr-Riemen und Hilfszügel werden zwar im Training manchmal eingesetzt, sind aber auf Turnieren nicht erlaubt. Eine weitere speziell auf den Westernbedarf abgestimmte Zäumung ist das gebisslose "Bosal". Es wird mit einem rauen Zügel aus Pferdehaar (der "Mecate") ergänzt und ermöglicht eine besonders feine Einwirkung. Eine einfache Wassertrense bzw. für erfahrene Reiter eine blanke Kandare runden das Outfit des Westernpferdes ab. Zum Schutz der Beine bei den schnelleren Westerndisziplinen werden Gamaschen aus weichen Materialien angeboten.

Westernhut für coole Köpfe und was man sonst noch trägt
Ein breitkrempiger Westernhut ist praktisch das Merkenzeichen für jeden Westernreiter. Er schützt vor Wind und Sonne und verleiht dem Reiter die typisch lässige Optik. Als Oberbekleidung sind Baumwollhemden in den verschiedensten Mustern gefragt, Westernladies lieben dabei oft sehr viel Glitzer und kräftige Farben. Gilets in allen erdenklichen Variationen ergänzen das Erscheinungsbild, statt Krawatte wird ein "Bolotie" getragen, eine Art Lederkette mit Brosche. Ein weiterer Westernbedarf für den Reiter sind robuste Jeans. Diese sollten innen keine Naht haben und gerade geschnitten sein. Ledergrütel mit sehr grosser und aufwendig verzierter Schnalle sind ein "Musthave". Dazu klassische Westernchaps aus Leder mit langen Fransen werden über den Jeans getragen und sollten ursprünglich Schutz vor Schmutz und Wetter bieten. Der modebewusste Turnierreiter stimmt die Chaps natürlich auf seine restliche Kleidung ab. Die "Cowboy"-Stiefel haben meist Verzierungen und einen kleinen Absatz. Sie sind schmal geschnitten, die Hose wird über den Stiefeln getragen. Klirrende Sporen gehören für viele zwar zum Westernbedarf dazu, sind aber nur für erfahrene Reiter ratsam - zumindest auf dem Pferd. Sie wollen ja lässig und relaxt die Gegend durchstreifen und nicht plötzlich ein Rennpferd unter sich haben.

Westernbedarf für Ranch und Saloon
Ein bestimmtes Ambiente muss für den richtigen Westernfreak natürlich ebenfalls vorhanden sein. Das beginnt damit, dass ein Westernsattel eine eigene und breitere Ablage benötigt als ein klassischer Sattel. Mit bunten Decken und alten Hufeisen wird die Sattelkammer schnell auf Western getrimmt. Auch aus dem normalen Reiterstübchen wird mit wenigen Accessoires ein Saloon: ein paar Bierfässer, eine Schwingtür und als Barhocker einfach Baumstümpfe, die mit alten Sattelpads abgedeckt werden - schon fühlen Sie sich wie bei Bonanza.